Was sind Hedgefonds
Zu der Gruppe der speziellen Fondsarten gehören auch die so genannten Hedgefonds. Der Begriff "hedge" leitet sich aus dem englischen Begriff für absichern (to hedge), trifft aber nur zum Teil auf die heute in der Praxis durchgeführte Tätigkeit dieser Fonds zu. Eine typische Eigenschaft der Hedgefonds besteht darin, dass diese durch den Einsatz von Short-Verkäufen und Derivaten versuchen, besonders im Rahmen der Termingeschäfte große Gewinne zu erzielen. Im Gegensatz zu den klassischen Fonds nehmen Hedgefonds auch Fremdfinanzierungen in Anspruch, um durch diese Kredite noch mehr Kapital investieren zu können. Innerhalb der Hedge-Fonds kann der Anleger zwischen verschiedenen Fondsarten wählen, die sich hauptsächlich darin unterscheiden, in welche Produkte diese genau investieren.
Hedgefonds spekulieren auf Kredit und außerdem auch noch auf fallende Kurse
Da viele Hedgefonds auch mit Derivaten
handeln, ist das Investment oftmals als sehr
spekulativ zu bezeichnen. Wurden die
Termingeschäfte in den Anfängen der
Hedgefonds lediglich dazu genutzt, um das
restliche Vermögen abzusichern, so stellen
diese heute einen großen Teil der aktiven
Anlagestrategie dar.
Dabei spielt auch die Nutzung von
Hebelwirkungen eine bedeutende Rolle im
Rahmen der Fondsstrategie, da hierdurch noch
höhere Gewinne erzielt werden können.
In den letzten Jahren hat sich die Anzahl der Hedgefonds zwar stets vermehrt, dennoch wurde auch die Kritik an diesen Fonds immer deutlicher. Vor allem durch die Leerverkäufe, also das Verkaufen von Wertpapieren, die man (noch) gar nicht besitzt, würde das Finanzsystem durchaus in seiner Stabilität gefährdet, was viele Experten den Hedgefonds vorwerfen. Für den Anleger ist es hauptsächlich wichtig zu wissen, dass er mit der Anlage in einen Hedgefonds ein Investment mit großem Risiko, aber auch großen Chancen tätigt.
